Spezielle Snowboardtechnik beim Freeriden?

Ja, beim Freeriden und ob nun beim Variantenfahren oder beim Touren wird spezielle Technik benötigt.

Grundsätzlich darf jeder fahren, wie er möchte. Eine passende Fahrtechnik hinsichtlich Ökonomie und gelenkschonend ist empfehlenswert. Gerade beim Tourengehen treffen wir auf viele verschiedene Schneearten an, die so auf der Piste nie anzutreffen sind. Z.b. Bruchharsch, Pulverschnee, Büsserschnee oder das Fahren über Lawinenkegel. Nur schon die verschiedenen Hangneigungen in engen oder offenen Stellen. Auch das Fahren auf Ziehwegen oder Waldausfahrten benötigt angepasste Fahrtechnik. Was also ist die «richtige» Fahrtechnik?

Die Wahl des richtigen Bindungswinkels ist essenziell für Komfort, Kontrolle und Fahrstil beim Snowboarden und Splitboarden. Ob Freestyle, Freeride oder Touring – unterschiedliche Winkel haben spezifische Vor- und Nachteile.

Schwungformen mit Kanteneinsatz, Hoch- und Tiefentlasten, Fakie fahren, Ollies und Geländesprünge, Boardercross, Einführung in die Powder Technik, fliessende Geländeruns, geschnittene Schwungformen, fortgeschrittene Powder Technik, Ausnutzen von Backcountry Elementen, taktisches Verhalten im Backcountry, Cliff Jumps und Straight Jumps, Verhaltensregeln, fliessende Backcountryruns. Alles angepasst auf das eigene Fahrkönnen.

Die häufigsten Bindungswinkel-Konfigurationen

1. Duckstance (-15° / +15° oder variabel)

Vorteile:

  • Sehr gut für Freestyle, Park und Fakie-Fahren
  • Erhöhte Bewegungsfreiheit für Tricks und Drehungen
  • Entlastet die Knie durch eine natürlichere Haltung

Nachteile:

  • Weniger Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten
  • Nicht ideal für reines Freeriden oder steile Abfahrten

2. Forward Stance (0° bis +30° vorne, 0° bis +15° hinten)

Vorteile:

  • Vielseitige Mischung aus Kontrolle und Bewegungsfreiheit
  • Gut für Einsteiger und All-Mountain-Fahrer

Nachteile:

  • Fakie-Fahren ist schwieriger
  • Eingeschränkte Beweglichkeit für Tricks
  • Ab Schuhgrösse 43, besser mehr Winkel oder/und breiteres Board

3. All-Mountain Stance (+15° bis +45° vorne, 0° bis +15° hinten)

Vorteile:

  • Perfekt für Carving, Freeride und hohe Geschwindigkeiten
  • Mehr Kontrolle in steilen Hängen

Nachteile:

  • Weder extrem auf Freestyle noch auf Park optimiert
  • Fakie-Fahren ist schwieriger

Bindungswinkel beim Freeriden

Beim Freeriden, also Varriantenfahren oder Tourengehen mit dem Splitboard oder Solidboard spielen die Bindungswinkel eine wichtigere Rolle. Folgend sind einige bewährte Einstellungen:

  • Aufstieg: In der Geh-Position stehen die Bindungen meist parallel (0° / 0°) oder mit einer leichten Vorlage, um die Ergonomie zu verbessern. Das HiBack auf 0° oder nach hinten um die Schrittlänge zu vergrössern. Bei steilen Traversen kann ein Vorlagewinkel vom HiBack sinnvoll sein.
  • Abfahrt: Meist wird ein Forward Stance (+15° bis +30° vorne, 0° bis 10° hinten) bevorzugt, da dies mehr Stabilität im unverspurten Gelände gibt. Dazu ein Setback, so das die Nose länger ist als das Tail für besseren Auftrieb.
  • Alternative: Einige Rider wählen eine leichte Duckstance, falls sie auch im Backcountry Fakie fahren wollen. Da dies aber selten vorkommt, lohnt sich einen positiven Winkel mehr.
Boots-und-Binding Einstellungen

Da die Kräfte von vorn, also aus Fahrtrichtung, kommen, ergibt es Sinn, einen fahrtrichtungsorientierten Bindungswinkel zu wählen. Ab Schuhgrösse 43–44 ist 0° natürlich nicht mehr optimal. Ein breiteres Brett kann dazu helfen. Bei Freeride dazu ein Setback, also das nach hinten versetzen der Bindung, sodass die Nose (Spitze vom Snowboard) mehr Auftrieb erhält. Ziel ist das Drehen via aktive Rotation aus den Fussgelenke, Knien und der Hüfte sowie das aktive Nutzen der Torsion. Das Gewicht sollte 50/50 auf beiden Beinen sein. Ein Gewicht auf dem hinteren Fuss verliert die Stabilität und benötigt unnötige viel Kraft.

Fazit

Die Wahl der richtigen Bindungswinkel hängt stark von deinem Fahrstil und Einsatzbereich ab. Experimentiere mit verschiedenen Winkeln, um die perfekte Balance zwischen Komfort, Kontrolle und Performance zu finden. Besonders beim Splitboarden solltest du sowohl an den Aufstieg als auch an die Abfahrt denken, um das Beste aus deinem Setup herauszuholen.

Das Fahrkönnen und die daraus benutzte Fahrtechnik erleichtern sehr vieles. Wir bei Radical Sports bieten auch solche Technikkurse an. Wir sind alle dazu ausgebildete Schneesportlehrer. Auch stellen wir dein Material nach deinen Wünschen ein, und helfen dir beim Finden von deinem perfekten Setup.

Freeriding
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