Übersicht der Lern-CD im PDF Format

Auf der CD wird dieses Thema noch mit Grafiken unterstützt.

Snowboard Terminologie

Für alle gelten die Gegebenheiten der Physik und der Biomechanik.

Aber...

Die teilweise verwirrende Angaben über Bewegungsstrukturen von verschiedenen Medien führen dazu, dass echt kein Schwein den Durchblick hat.

Orientierung:

Es gibt drei verschiedene Orientierungsarten.
- Die Orientierung am eigenen Körper (Kinästhetische Wahrnehmung.)
- Die Orientierung im Raum (wird von der Schwerkraft bestimmt.)
- Und die Orientierung im Raum, ausgehend vom eigenen Körper.
Beim Snowboarden kommt das Board hinzu, das erschwert das Verständnis .

Da der Raum drei Dimensionen hat, werden drei Ebenen definiert. In jeder Ebene des Raums können zwei Hauptbewegungen gemacht werden, somit sind sechs Hauptbewegungen möglich.
oben - unten, links - rechts, hinten - vorne.
Wenn man nun diese Bewegungen in Achsen fassen würde wäre das im Sprachgebrauch:
Strecken - tiefgehen, nach rechts/links neigen, nach vorne/hinten neigen.

Geht man bei den Bewegungen vom Board aus wäre:
Strecken - tiefgehen = Verschieben entlang der Board-Hochachse.
Nach rechts/links neigen = Verschieben entlang der Board-Längsachse
Nach vorne/hinten neigen = Verschieben entlang der Board-Querachse.

Geht man vom Körper aus heissen sie:
Strecken - tiefgehen = Verschieben entlang der Körper-Hochachse.
Nach rechts/links neigen = Verschieben entlang der Körper-Längsachse.
Nach vorne/hinten neigen = Verschieben entlang der Körper-Querachse.

Nun ist es möglich sich um diese drei Achsen zu drehen, und um diese gegen zu drehen, dies ermöglicht neun Grundbewegungen.

Da wir auf dem Board fixiert sind, ist nur die Verschiebung der Hochachse linear. Die anderen beschreiben eine Kreisbahn.

Schwungrichtungen

Bei den Pistenschwünge gibt es zwei Schwungrichtungen:
Toe-Turn = Zehenschwung
Heel-Turn = Fersenschwung

Die beiden Schwünge wurden früher als Frontside- und Backsideturns bezeichnet. Die Begriffe Front- und Backside werden im Freestyle bei Drehungen in der Luft verwendet. Um Verwechslungen zu vermeiden, werden nach internationalem Gebrauch die Bezeichnung Zehenschwung für Toe-Turn und der Fersenschwung für Heel-Turn benützt.
Die Terminologie dieser Benennungsart ist zwar nicht die beste, aber die verständlichste.

Bei den Sprüngen ergeben sich verschiedene Hauptbewegungsphasen, die sich zwangsläufig ergeben wenn sich ein Körper in die Lüfte hebt.
Der Körper muss sich von Geschwindigkeit "0" auf Geschwindigkeit "X" bewegen, dies beschreibt die erste Phase. Die Vorbereitungsphase.
Der Fahrer bewegt sich meistens auf Sprüngen oder Wellen, darum ergibt sich eine Kompressionsphase (Bei der Pipe ist dies die Wall) die er mit seiner Muskelkraft halten oder lösen kann. Diese Phase entscheidet über den Verlauf der weiteren Phasen. Sie wird als Auslösephase bezeichnet.
In der Flugphase ist der Körper instabil. Es kann zu keiner Rotation mehr führen, wenn sie beim Absprung nicht injiziert wurde.
Durch die Schwerkraft bedingt wird der Fahrer eine weitere Kompression auf seinen Körper erfahren, der von verschiedenen Stärken sein kann. Die Landephase bezeichnet den Kontakt zum Schnee und das Stoppen der Geschwindigkeit auf "0"

Weitere Variationsphasen können gebraucht werden, um in der Flugphase den Ablauf genauer zu bestimmen. Die sieben Phasen kommen aus dem Judgesystem. Die Vor- und Auslösephasen werden beibehalten. In der Flugphase unterscheidet man unter:
initiation: Die Ausführung für deinen Trick.
apex: Der Scheitelpunkt für den Style Moment deines Trickes.
release: Das Lösen von deinem Trick.
re-entry
: Der Eintritt in die Landung.
Die Lande-Phase bleibt die gleiche.


Bei den Heel und Toe-Turns ergeben sich verschiedene Bewegungsphasen je nach Schwungart können es zwei Phasen (Kurzschwingen) oder auch vier Phasen (Schwünge mit Traversenfahrten) sein.